Gunnar Miesen vom AC Mayen gibt mit 39 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft in die zwei Rennen im niederländischen Zandvoort.

Mit dem Rückenwind der Meisterschaftsführung ging er ins Qualifying, welches er knapp für sich entscheiden konnte. Die ersten zehn Fahrer lagen alle innerhalb von einer Sekunde. Danny Kolleth vom AMC Pfaffenweiler und Carsten Gieseler vom BATC Braunschweig machten sich von Startposition zwei und drei am ehesten Chancen, beim Start an Miesen vorbei zu kommen.

Nach einer Runde hinter dem Leading Car war es jedoch der Polesetter Gunnar Miesen, der den besten Start erwischte und sich geschickt vor seinen Konkurrenten halten konnte. Das Feld zog sich auseinander und kam gut durch die ersten Kurven. Während es vorne nur wenige Positionsveränderungen gab, war Luciano Schneider nach wenigen Runden eindeutig der Gewinner der Startphase – er verbesserte sich um sieben Positionen auf die zwölfte Position.

Carsten Gieseler versuchte an den McLaren von Danny Kolleth heran zu kommen und vorne fuhr Gunnar Miesen eine schnelle Rundenzeit nach der nächsten. Für die Verfolger in der Meisterschaft lief es nicht gut: Leonhard Ziegler, der in der Meisterschaft auf Position zwei in diesen Renntag ging, hinng hinter Timon Dohnke fest und fand kein Mittel, an ihm vorbei auf den sechten Platz zu kommen.

Christian Gerte, der einen Gaststart absolvierte, musste mit Verbindungsproblemen seine Ambitionen schon früh begraben.

Dohne verlor wenig später seine Position nun doch an Leonhard Ziegler nachdem er von diesem minimal am Heck berührt wurde und daraufhin einen Dreher hatte.

Gegen Miesen schien in diesem Rennen kein Kraut gewachsen zu sein aber dahinter blieb es spannend. Gieseler versuchte es auf der Innenseite an Kolleth vorbeizukommen, berührte diesen und drehte sich ebenfalls weg. Er musste das Rennen am anderen Ende des Feldes fortsetzen.

Jannik Mahl vom SCS Herxheim, der ein sehr gutes Rennen zeigte, musste ich nun auf einen Angriff von Ziegler vorberiten, der inzwischen auf die vierte Position hervorgefahren war aber Mahl hielt Stand und ließ sich nciht unter Druck setzen.

In der Schlussphase von Rennen 1 bekam Lars Jenner eine Durchfahrtsstrafe und Luciano Schneider schielte auf die Pole Position für Rennen 2, denn er war bereits auf Position zehn.

Jetzt kamen die ersten Überrundungen und insbesondere bei Mahl und Ziegler hätte das das Zünglein an der Waage sein können aber die Überrundungen liefen sportlich fair und sauber und die Spannung um die dritte Position blieb hoch.

Auch dahinter gab es einige packende Duelle – etwa zwischen Marc Hennerici und Dominik Ramb um die siebte Position oder zwischen Benjamin Schmidt und Timon Dohnke um die zwölfte Position. Das Duell um schmidt und Dohnke endete in der vorletzten Runde weil Schmidt ohne Fremdkontakt sein Auto nach der letzten Kurve verlor und einen harten Einschlag in die Leitplanken hatte.

Gunnar Miesen siegte souverän vor Danny Kolleth und dem starken Jannik Mahl – zehnter wurde Timo Kolleth, der somit im zweiten Rennen von ganz vorne starten durfte.

Rennen 2: Aufholjagt von Miesen – Mahl mit Sieg vor Weber

Durch den Reversre Grid startete Timo Kolleth im McLaren 570S GT4 von der ersten Position. Neben ihm im Grid war Michael Schwall und mit Rominik Ramb und Marc Hennerici in der zweiten Startreihe drohte viel Druck auf den Polesetter in der Startphase und genau so kam es: Ramb ging mit einem Superstart in Führung und auch Schwall und Hennerici kamen an Kolleth vorbei. Hennerici hatte dann beim Anbremesen Berührungen mit seinem Vorder- und Hintermann, was aber ohne Folgen blieb – außerden sichtbaren Spuren an seinem Porsche 718 Cayman GT4.

Dominik Ramb konnte seine Führung nicht lange halten. Ohne Fremdeinwirkung drehte er sich nachdem er mit dem linken Hinterrad ein Stück zu weit auf das Kiesbett kam und sich daraufhin auf der Strecke drehte und nahezu das ganze Feld passieren lassen musste.

Nach einer spannenden Startphase führte Michael Schwall das Rennen an und Jannik Mahl konnte wieder auf die dritte Position nach vorne fahren. Er erreichte damit schon früh die Position, auf der er im ersten Rennen abschloss.

Marc Hennerici konnte seine Position nicht halten und auch Teamkollege Gunnar Miesen kam noch nciht in Tritt, denn er verlor nach seinem Start vom zehnten Platz sogar einige Plätze und war nur noch auf Position 14.

Timo Kolleth, der immer wieder mit einem ausbrechenden Heck zu kämpfen hatte, konnte die Pace nicht halten und verlor nach und nach immer mehr Plätze – er musste sich bald schon aus den Top 10 verabschieden, in die Gunnar Miesen wieder hervorgefahren war.

Für Carsten Gieseler schien der Tag gelaufen zu sein. Der Fahrer vom BATC Braunschweig, der sonst immer vorne mit dabei war, lag nur auf Position 24 – ohne Aussicht auf große Punktgewinne für die Meisterschaft.

Besser lief es dagegen für Schwall, Mahl und Kolleth auf den Position ein, zwei und drei, denn sie konnten sich vorne etwas absetzen und kurz vor der Rennhalbzeit kam Mahl sogar vorbei an Schwall, der nun Druck von Kolleth bekam.

Während Gunnar Miesen – zu dieser Zeit schon auf der achten Position – in kleinen Schritten nach vorne kam, profitierte Jannik Mahl davon, dass sich hinter ihm eine tolle Kampfgruppe um Kolleth und Schwall bildete, zu der sich auch Michael Weber gesellte. Dieses Trio bot über viele Runden hinweg eine spannende Verfolgergruppe, bei der jeder der drei seine guten Manöver hatte Immer wieder änderte sich die Reihenfolge der drei und immer wieder lauerte einer auf einen Fehler seines Vordermanns.

Zu Beginn der letzten 10 Rennminuten war Gunnar Miesen vorbei an seinem Teamkollegen und hatte die Kampfgruppe in Sichtweite. Mit konstant guten Zeiten schloss er auf die Gruppe auf und profitierte anschließend von einem Fahrfehler Danny Kolleths. Miesen deutete damit an, dass er mindestens im Kampf um die dritte Position noch mitmischen wolle.

Weninger erfolgreich lief es für seinen stärksten Verfolger in der Meisterschaft: Leonhard Ziegler war inschen auf Position 15 zurückgefallen und konnte so in der Meisterschaftswerung nicht aufschließen.

Michael Weber vom Rheintal MSC Kirrlach-Wiesental ließ sich vom heraneilenden Tabellenführer nicht beirren und fur nach vorne auf die zweite Position.

Miesens Druck auf Michael Schwall wird immer größer und schließlich gelang es ihm, auf die dritte Position nach vorne zu fahren und es dann mit Michael Weber aufzunehmen – doch das sollte ihm nicht gelingen. In den letzten Runden lauerte Miesen auf seine Chance aber er bekam sie nicht.

Schwall musste abreißen lassen, war aber immer noch auf einem sehr guten vierten Platz.

Vorne änderte sich nichts mehr: Jannik Mahl vom SCS Herxheim sicherte sich den Sieg vor Michael Weber und Gunnar Miesen, der wieder einmal eine tolle Aufholjagt zeigte.

Für Timo Kolleth, der das Rennen von der ersten Startposition anging, Domink Ramb, der einen tollen Start zeigte und Leonhard Ziegler, der trotz Position 12 seinen zweiten Platz in der Meisterschaftswertung behielt, lief das zweite Rennen in Zandvoort nicht zufriedenstellend.

Text: https://adac-simracing-cup.de/

Zandvoort | Liga 2: Gunnar Miesen und Jannik Mahl mit Siegen
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